Racketlon (oft fälschlicherweise Rackethlon geschrieben) ist eine Turniersportart, die aus den vier Disziplinen Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis besteht. Bei den meisten Turnieren gibt es, je nach Spiel- und Altersklasse, verschiedene Bewerbe: Men-Elite, Men-Amateur, Women-Elite, Women-Amateur, Veterans +45, Juniors U16 & Juniors U21. Diese Wettbewerbe gibt es auch bei der Racketlon-Weltmeisterschaft.
1.1 Idee
Der Pionier des Racketlon war – ohne es zu wissen – Fred Perry, dessen Sportbekleidung sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut. Im Jahr 1930 gewann er Wimbledon im Tennis und wurde im gleichen Jahr Tischtennisweltmeister.
Racketlon, die Kombination aus Badminton, Squash, Tennis und Tischtennis, ist ein Sport für Jedermann, vom Profi bis zum Amateur. In Anlehnung an Biathlon, Triathlon und Zehnkampf geht es um die interdisziplinäre Verknüpfung der in Europa am meisten verbreiteten Rückschlagsportarten. Potentielle Spieler kommen somit aus allen vier Sportarten. Die Idee des Marathons, dass Spitzensportler neben Hobbysportlern an einem Turnier gemeinsam teilnehmen, wird verfolgt. In Österreich früher bekannt unter Schlägervierkampf, wird Racketlon seit 2003 in Turnierform ausgetragen.
1.2 BeginnDer Ursprung des Racketlon liegt in Skandinavien. Anfang der 1990er Jahre wurde in Finnland und Schweden parallel begonnen, Racketlon-Wettkämpfe auszutragen. Die heute übliche Reihenfolge Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis wurde gewählt, weil es mit dem kleinsten Schläger beginnt und dem größten aufhört. Auch bei der Zählweise gab es unterschiedliche Ansätze, das jetzt übliche System bis 21 Punkte in jeder Sportart und "Jeder Punkt zählt" hat sich letztendlich durchgesetzt.
2. InternationalAuf internationaler Ebene ist Racketlon durch die Fédération Internationale de Racketlon (FIR) vertreten. FIR President ist seit 2005 Marcel Weigl, der zumindest bis Ende 2007 die Oberhand hat.
3. World Tour 2009 
1. Swedish Open, Malmö 16.–18. Januar 2009
2. Hungarian Open, Pécs 20.–22. Februar 2009
3. Canadian Open, Toronto 13.–15.März 2009
4. Czech Open, Prag, 2.–5. April 2009 (Doppel-WM)
5. Belgian Open, Oudenaarde, 5.–7. Juni 2009
6. Swiss Open, Zürich, 27.–29. Juni 2009
7. Dutch Open, Eindhoven, 24.–26. Juli 2009
8. English Open, London, 21.–23. August 2009
9. Austrian Open, Wien, 4.–6. September 2009
10. Scottish Open, Edinburgh, 25.–27. September 2009
11. Finnish Open, Kauniainen, 9.–11. Oktober 2009
12. Weltmeisterschaften, Fürth, 19.–22. November 2009
4. World Tour 20082008 gab es zwölf offizielle "World Tour Events" in zwölf Ländern. Im Vergleich zum Vorjahr kam die Swiss Open hinzu.
1. Hungarian Open (Budapest)
2. Canadian Open (Toronto)
3. Czech Open (Prag)
4. King of Rackets (Oudenaarde)
5. Finnish Open (Espoo)
6. Dutch Open (Rotterdam)
7. English Open + Doubles WC (London)
8. Austrian Open(Wien)
9. Swiss Open (Zürich)
10. Scottish Open (Edinburgh)
11. Gothenburg Open (Schweden)
12. World Champs (Fürth)
5. World Tour 20072007 gab es elf offizielle "World Tour Events" in elf Ländern, von denen vier als "Super World Tour" Events und sieben als "World Tour" Events ausgetragen wurden. Zusätzlich gab es erstmals sieben "Challanger Events". Der Höhepunkt fand kurz nach Weihnachten in Rotterdam statt, wo die Weltmeisterschaft ausgetragen wurde.
Super World Tour Events
- Swedish Open, Stockholm
- Canadian Open, Toronto
- King of Rackets, Oudenaarde
- World Championships, Rotterdam
World Tour Events
- Hungarian Open, Budapest
- Czech Open, Prag
- Finnish Open, Espoo
- German Open, Rüsselsheim
- English Open, London
- Scottish Open, Edinburgh
- Austrian Open, Wien
Challanger Events
- Easter Nationalteam Challenger, Salzburg
- Multisport Open Racketlon Championships, Montreal
- VITIS Swiss Open, Zürich
- Portugal Open, Tomar
- The Pacific Rim Open, Victoria, Kanada
- Gothenburg Open Gothenburg, Schweden
- Wilson Bavarian Open, Fürth
6.1 SchweizDer Schweizer Racketlon Verband (Swiss Racketlon Federation) wurde im Oktober 2007 in Zug gegründet. Das Jahr 2008 war somit das Premierenjahr für die neue Federation. Die SRF (Swiss Racketlon Federation) hat im 2008 insgesamt 6 "Wilson Racketlon Night Tour" Turniere organisiert. Der Mitgliederbestand steht bei etwa 150 Spieler. Im September 2008 wurden das internationale "Swiss Open" in Schlieren, mit Spieler aus aller Welt durchgeführt. Für das Jahr 2009 ist geplant die Turnierserie auf über 10 Turniere auszuweiten, eine Nationalliga einzuführen, sowie laufend neue Spieler und Mitglieder zu akquirieren. Im Vorstand des SRF sind Karim Hanna (Präsident), Amir Hanna (Finanzen + Spielleiter), Marc Duckeck (Marketing), Nicole Eisler (Webmaster), Nico Hobi (Swiss Open) und Bernie Schöller (Swiss Open) tätig.
6.2 Österreich
Der Österreichische Verband ist die RFA (Racketlon Federation Austria). Es werden im Jahr 2006, nach jetzigem Stand, 37 offizielle Racketlon-Turniere veranstaltet. Am Ende des Jahres findet eine Bundesliga Mannschaftsmeisterschaft statt, wo alle bei der RFA gemeldeten Vereine mitspielen dürfen. Es gibt derzeit 15 Vereine aus 6 Bundesländern. Auch der überhaupt erste Racketlonverein der ganzen Welt kommt aus Österreich. Es ist die Union Racketlon Klosterneuburg. Meister 2005 und 2006 wurde jedoch Union Racketpoint Vienna, der sich im Finale gegen Union Racketlon Klosterneuburg durchsetzte.
Der Mr. Racketlon Österreichs ist Marcel Weigl, der den Sport 2003 nach einem Auslandssemester in Stockholm nach Österreich brachte. Mittlerweile ist der Klosterneuburger nicht nur Präsident der Racketlon Federation Austria (RFA), sondern auch des Weltverbands Federation Internationale de Racketlon (FIR).
6.3 DeutschlandDer Deutsche Racketlon Verband e.V (DRaV) wurde am 24. Januar 2008 beim Amtsgericht Fürth im Vereinsregister Nr. VR 200234 eingetragen und gegründet, nachdem mittlerweile etwa 150 deutsche Spieler auf der internationalen Racketlon-Tour spielen. Damit bekommt der Racketlon-Sport in Deutschland ein organisatorisches Fundament für das weitere Wachstum dieser Sportart.
Der Deutsche Racketlon Verband e.V. hat die Ziele:
1. Förderung des Racketlon-Sports in Deutschland
2. Vertretung Deutschlands im Internationalen Verband
3. Strukturierte Organisation der Deutschen Spieler in einem professionellen Verband
4. Aufbau von Landesverbänden
5. Unterstützung bei der Gründung von Vereinen
6. Turniere in Deutschland durch- und ausführen
7. Nachwuchsförderung in Deutschland
8. Planung, Organisation und Durchführung der WM 2008 in Deutschland
Im Vorstand des DRaV sind Gunnar Biermanns (1. Vorsitzender), Michael Eubel (Finanzen), Alexander Köpf (Sportwart) und als Repräsentantin bei der FIR ist Irene Seifert tätig.
| Quelle: |
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| Fotos: |
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