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Deutsche WM-Bilanz der INTERSPORT-Racketlon-Weltmeisterschaften in Löhne

www.racketlon.de, Racketlon Team Minden Lübbecke Zweimal Gold, zweimal Silber, zweimal Bronze - die deutschen Racketlon-Spieler/innen belegten bei der INTERSPORT-Racketlon-Weltmeisterschaft im ostwestfälischen Löhne hinter Polen Platz zwei in der Medaillenwertung. „Damit können wir sehr zufrieden sein“, freute sich der Sportwart des Deutschen Verbandes Alexander Köpf über die Ausbeute im eigenen Land: „Gegenüber der letzten WM in Fürth haben wir erheblich zugelegt.“

Zwei deutsche Akteure standen bei dem Schläger-Mehrkampf und den Disziplinen Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis ganz oben auf dem Podest. Alex Czerny (Body & Ball Neuberg) hielt, nachdem er im letzten Jahr noch in der Herren-D-Klasse triumphiert hatte, diesmal die C-Konkurrenz in Schach. Und mit dem Sieg der Herforder Tennisspielerin Julia Knake in der Mädchen-U16-Klasse blieb ein WM-Titel sogar beim ausrichtenden Racketlon-Team Minden-Lübbecke.

Überhaupt war dieser Wettbewerb fest in deutscher Hand, denn Leonie Hartmann (Espelkamp) und Sarina Leibig (Racketlon-Union Nürnberg) holten die anderen beiden Medaillenränge. Zwei weitere Podestplätze gab es für die Zweite bei den Damen B, Sandy Steffl (München), und den Junioren-U21-Dritten Paul Sach (Neuberg).

„Die Weltmeisterschaften im Löhner Kaiser-Center sind perfekt gelaufen“, freute sich Marcel Weigl, Präsident der Internationalen Verbandes, nach Beendigung der dreitägigen Titelkämpfe mit über 400 Teilnehmern in den Einzel-Konkurrenzen und dem Rekord-Meldeergebnis von 15 Nationalteams: „Nach der kurzfristigen Absage aus Fürth im Sommer war es ein Glücksgriff, dem Racketlon-Team Minden-Lübbecke die Ausrichtung anzuvertrauen. Stellvertretend für die zahlreichen Helfer ein Riesenkompliment an das Organisationsteam mit Stephan Frenkel, Oliver Grau, Achim Berkemeier, Jörn Sültrup, Norbert Geditzki und Michael Meier.“

Nicht nur organisatorisch, sondern auch sportlich waren die Weltmeisterschaften eine Werbung für den aufstrebenden Trendsport. Marcel Weigl: „Wir haben in Löhne Racketlon in vielen Wettbewerben auf höchstem Niveau gesehen. Besonders die Team-WM und die Entscheidungen in den Eliteklassen waren sportliche Highlights.“

Während das Deutsche Nationalteam mit Alexander Köpf, Silke Altmann, Elmar Schaub und Thorsten Deck bereits im Viertelfinale an Thechien scheiterte, sorgte Polen für den Paukenschlag des Turniers schlechthin: Sensationell holte sich der Außenseiter den Mannschaftstitel. Nach dem deutlichen Auftaktsieg gegen die Schweiz bezwang Polen hintereinander Titelverteidiger Schweden, im Halbfinale Finnland und in einem vierstündigen Endspiel-Krimi die an Nummer eins gesetzten Österreicher. Martha Jez, die als „sichere Bank“ im Damen-Einzel großen Anteil am Überraschungscoup der Polen hatte, holte sich, wie schon im letzten Jahr, noch die Einzel-Wettbewerbe bei den Damen B und Juniorinnen U21 und wurde mit drei Goldmedaillen erfolgreichste Teilnehmerin der Veranstaltung.

In der Herren-Elite-Klasse kam es zum Traum-Endspiel zwischen dem Weltranglisten-Ersten Christoph Krenn (Österreich) und Titelverteidiger Mikko Kärkkäinen (Finnland). Mit einem Ass im zweiten Aufschlag erfüllte sich der baumlange Österreicher seinen großen Wunsch und schaffte nicht nur im Ranking, sondern auch bei den Weltmeisterschaften die Wachablösung.

Das Spiel um Platz drei zwischen den beiden Überraschungs-Halbfinalisten Joey Schubert (Österreich) und Peter Duyck (Belgien) endete mit einem glatten Erfolg, schon vor dem Tennis, für den aufstrebenden Youngster aus dem Alpenland.

Bis zum ersten Drittel des Tennis-Einzels konnte Marielle Van Der Woerdt (Niederlande), die unerwartet ins Elite-Finale der Damen eingezogen war, noch Widerstand leisten. Dann machte die haushohe Favoritin Michaela Björnström (Finnland) die Titelverteidigung perfekt. Im Duell der beiden toppgesetzten Spielerinnen sicherte sich Martina Kakasova´ (Tschechien) den dritten Platz gegen Silke Altmann (Deutschland).

 

Bild: Die Mädchen U16 holten die Hälfte der deutschen Medaillen. Von links: Leonie Hartmann (Silber), Julia Knake (Gold) und Sarina Leibig (Bronze).

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